Ist erschienen am 30. Juni 2026. Als zusätzliches E-Book bereits am 15. Juni 2026.
Die ISBN vom Papier-Buch ist 978-3-96290-053-3 (erscheint parallel aber auch noch als E-Book)
Der umstrittene Schriftsteller Jascha Wrobel evoziert in einer Talkshow des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einen Skandal. – Ziemlich genau neun Wochen später diskutieren der Moderator und ein Journalist namens Hagen über die Hintergründe und Auswirkungen des Vorfalls. Was ist da passiert? Welche Vorgeschichte kennt man? Die Journalistin Jasmina Lorentz hat sich in den vergangenen Jahren zur Hauptgegnerin Wrobels entwickelt, sich immer wieder über dessen disputable Aussagen zu sensiblen gesellschaftlichen und politischen Fragen empört. Dabei hat sie in einem aufsehenerregenden Online-Artikel versucht, ihn in ein Korsett ideologischer Hetzerei und Frauenfeindlichkeit zu zwängen, und schließlich Wrobels künstlerische Verantwortung und generell seine Kompetenz in Frage gestellt. Zusätzlich hatte sie eine sehr persönliche Bemerkung zu Wrobels türkischstämmiger Ehefrau gemacht. Wenige Wochen nach Erscheinen des Artikels eskalierte die Fehde der beiden in einer legendären, dreizehnminütigen Talkshow-Livesequenz.
Dieser Roman fasst das zusammen, was wir derzeit in so vielen Teilen der Gesellschaft entdecken: Spaltung, überzogene Polarisierung, Wunden, Verletzungen, Extreme … und Ereignisse, die niemand braucht. Kornblum hat den „Skandalautor“ als Modell-Vorlage gewählt und alles in deutlichem Ton, auch bis ins wechselhafte, auch aufregende Denken des Schriftstellers Wrobel hinein, ausgeleuchtet.
Dennis Kornblum, geboren 1980, wohnhaft derzeit in Bonn, hat schon in der Grundschule angefangen, seinen ersten Roman zu schreiben. Nach einem abgebrochenen Psychologiestudium begann eine Odyssee durch Wohnheime und Institutionen, die ihn immer wieder mit der Welt fremdeln ließ. 2007 erhielt er die Diagnose Asperger-Syndrom. Offen geht er damit um, klug, nachdenklich … und nun wieder viel schreibend … so sieht er diese Welt verdammt genau.
Frida findet in Theo die große Liebe – doch sein früher Tod reißt eine nie zu schließende Lücke. Unerschütterlich meistert sie den entbehrungsreichen Alltag im Schwarzwald, getragen von Liebe und Erinnerung. Ein eindringliches Romandebüt.
Als Lukas Pohlmann die Leitung eines neuen Callcenters in Skopje angeboten wird, wittert er seine große Chance. Doch zwischen deutscher Gründlichkeit und balkanischer Realität gerät sein durchgetaktetes Leben ins Wanken. Was, wenn Erfolg nur eine andere Form des Scheiterns ist? Mit scharfem Blick, lakonischem Humor und einem Hauch Absurdität erzählt „Die Katzen von Mazedonien“ vom globalisierten Arbeitswahnsinn, von Männern in Maßanzügen und von Katzen, die manchmal mehr sagen als Worte. Ein kluger, unterhaltsamer, streckenweise bitter-komischer Roman, der mit leichter Hand existenzielle Fragen streift. Sprachlich präzise, atmosphärisch dicht und mit einem subtilen moralischen Unterton.
Ein kluger und warmherzig erzählter Roman über komplizierte Beziehungen – romantische wie freundschaftliche –, über Unsicherheiten und Träume, über das Gefühl, mit Ende zwanzig gleichzeitig noch ganz am Anfang und doch schon zu spät dran zu sein.
Eine autofiktionale Erzählung und mehrstimmige Reflexion über machtkritische Kulturpraxis und die Tragödie jener, die unbedingt das Richtige tun wollen – und gerade deshalb immer wieder das Falsche wiederholen.
Als die junge Anwältin Marie Wigand einen Strafprozess übernimmt, ahnt sie noch nichts von seinem historischen Ausmaß. Es geht um nichts Geringeres als die Verteidigung der Demokratie gegen eine rechtsradikale Partei, die bereits an der Regierung ist und die Abschaffung des Grundgesetzes plant.
Ein feinfühliger Roman über das Suchen und Gefundenwerden, über Echtheit im digitalen Zeitalter der Filter und der Selbstvermarktung – und die Hoffnung, dass Liebe sich nicht berechnen lässt.
Mexiko-Stadt, 1943: Auf der Flucht vor den Nationalsozialisten hat die Schriftstellerin Anna Seghers mit ihrer Familie nach einer langen Odyssee Zuflucht in Mexiko gefunden. Inmitten der lebendigen Exilantenszene um Egon Erwin Kisch, Lenka Reinerová, Walter Janka und Steffie Spira ringt sie darum, als Schriftstellerin und Mutter in einer von Verlust, Hoffnungslosigkeit und Heimweh geprägten Welt zu bestehen.
30 %. Das ist nicht nur eine Zahl – es ist ein Alarmsignal! Die extreme Rechte wird stärker, die Demokratie wankt. Als ein breites Bündnis mutiger Menschen eine parteiunabhängige Gegenbewegung gründet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – und gegen die Angst. Doch wie viel Last kann ein Einzelner schultern?
Ein literarisches Denkmal gegen das Vergessen: Jüdische Familien in Lemberg zwischen 1933 und 1946, persönliche Schicksale und politische Umbrüche im Osten Europas eindrucksvoll erzählt.
Es scheint zunächst ein Tag wie jeder andere zu sein – Menschen treffen sich, freuen sich auf eine Verabredung, streiten miteinander. Ein Mädchen hat eine unheilvolle Vorahnung. Als eine Gewalttat geschieht, setzt sich eine Dynamik in Gang, die sich auf die Leben verschiedener Personen auswirkt.
Thomas Pembridge, eine Figur der Serie Mozart in the Jungle, stürzt in das reale Wien der 2020er Jahre ab. Bei seinem Versuch, in seine Serie zurückzukehren, landet er in der Teheraner Kultserie Mein Onkel Napoleon.
Walli ist Grundschullehrerin in einem überlasteten Schulsystem. Während sie versucht, Kindern Halt zu geben, kehren Erinnerungen an ihre eigene Herkunft und Kindheit zurück. Ein Roman über Fürsorge, Bildung und soziale Wirklichkeit.
Inge studiert im Dritten Reich Medizin und wird ungewollt schwanger. Psychisch labil gibt sie ihre Tochter Luise in Pflege. Sie unterstützt den Widerstand der Weißen Rose, der tragisch endet.
In hohem Alter begibt sich Luise auf Spurensuche. Es wird eine Reise in die innere Aussöhnung.
Die unglaubliche, aber wahre Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR: die »Krüppelkommune« von Hartroda. Vier schwer körperbehinderte Jugendliche beschließen, ihre verbleibende Lebenszeit lieber mit Gleichgesinnten und Freunden zu verbringen als im Heim und gründen in einem alten Pfarrhaus mit Punks, Christen und Musikern eine Kommune.
Heißer Brandenburger Sommer, düstere Teiche, auftauchende Erinnerungen, die nach warmem Sand, Linden und geschmolzenem Teer duften. Florentine Joop erzählt von Abenteuern, aus denen eine wilde Kindheit gestrickt wird, über das Gefühl, zwei Heimaten zu haben, und über die Angst, beide zu verlieren.
Als die älteste Bewohnerin Gromzells mit 108 Jahren stirbt, sind alle erschüttert. Der Tod hat sich ausgerechnet Marie geholt, die ihm stets von der Schippe gesprungen war. Man sucht Trost bei Gott, doch als der Tod weiter um sich greift, wächst der Drang, den Dorffrieden selbst wiederherzustellen.
Belzners Roman ist mehr als ein „klassischer“ Antikriegsroman: Mit bitterem Sarkasmus und groteskem Humor erzählt er nicht vom Ersten Weltkrieg – sondern vom Major a. D. Ritchard, der am Versuch scheitert und zugrunde geht, seine zerstörten Erinnerungen an diesen blutigen Krieg aufzuschreiben.
An manchen Tagen wird Loona zu Nick, einem polizeilich gesuchten Taschendieb. Eine Polizistin, eine Erzieherin, eine Schriftstellerin, eine Küchenhilfe und ein alter Ego treffen jäh aufeinander. Gegenseitig motivieren sie sich, sich mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu versöhnen und finden Hals über Kopf die Liebe.
Dijana ist Tochter, Schwester und Soldatin – und die entschlossene Beschützerin der sensiblen Dada. Als 1992 die Belagerung Sarajevos beginnt, wird ihr klar: Sie muss ihre jüngere Schwester um jeden Preis durch den Krieg bringen. Während Dijana an der Front kämpft, klammert sich Dada an ihre erste Liebe – bis alles zu zerbrechen droht.
Wie das Schweigen der Überlebenden den Nachkommen zur Last wird – und wie ihre heranwachsende Hauptfigur in gewitzter Selbstbehauptung die Hoffnung auf Heilung nie aufgibt. Ein Roman über das Schweigen nach der Shoah, und eine Geschichte darüber, was nötig ist, um es zu überwinden.
Nick, Ende zwanzig, planlos, lebt in Berlin auf Kosten seiner Freundin und steuert in die Krise. Nach einem Absturz landet er bei seiner Schwester in der Heimat. Dort trifft er Helge, nervig, aber mit Auto und Halbschwester Kat – Nicks große Liebe. Humorvoll-melancholische Story über Zufall und Selbstsabotage.
Celine Edingers Debüt erzählt sinnlich und bildstark von Intimität und Tabubruch, fragt, ab wann sich Grenzen verschieben, und ergründet das Gefühl, von einem Menschen wirklich gesehen zu werden.
Fesselnd erzählt Rike Reiniger, wie die erste deutsche Trickfilmregisseurin ihren Traum vom Film verfolgt, von den glamourösen 1920er Jahren, über das Exil und die Nachkriegszeit. Wiedergefundene Briefe der außergewöhnlichen Künstlerin legen das Geheimnis ihres Lebens frei und eröffnen einen neuen Blick auf ihr Werk.
Ein autofiktionaler Roman, eine literarische Selbstbefragung, ein radikal persönlicher Versuch, sich aus Zuschreibungen herauszutanzen. Ein Einschwingen in ein neues Selbst und ein Auspendeln des alten. Ein Text über das Verschwinden alter Formen und den Flug in neue Galaxien.
Zwischen Wunderwaffe und Wirtschaftswunder erzählt der Roman »Wunder Bunker« vom Bau des größten Bunkers Deutschlands, dem Bremer Bunker Valentin, mit seinen Konzentrations- und Arbeitslagern als Chiffre deutscher und europäischer Geschichte im Übergang von den vierziger zu den fünfziger Jahren.
Er, Ende dreißig, Wahlberliner, aus dem Hunsrück, muss nicht arbeiten, hat etwas Geld. Aber: Eine Angst vor Nähe. Menschenangst. Mit Drogen und Medikamenten, Zynismus und unverbindlichem Sex agiert er dagegen. Dazu eine rastlose Tour durch die Republik, weg von der Ex und der Existenz: „Lost Man“.
Im überdimensionalen Shoppi Plus hat es Max Blank zum stellvertretenden Verantwortlichen eines Modegeschäfts gebracht. Doch hinter dem Erfolg des Einkaufszentrums im verschlafenen Füllendorf steckt eine geheime Bruderschaft, deren radikale Ausverkaufsstrategie Max bald an seine menschlichen Grenzen bringt.
Ein siebenjähriger Junge ringt nach einem Unfall um sein Leben. Wie es dazu kommen konnte und welche Rolle sein Vater Jakob und dessen Gesichtsblindheit (Prosopagnosie) dabei spielen, ist Gegenstand von Ermittlungen. Auch die Mutter sucht Antworten, dabei entpuppt sich Jakobs Leben als eines ohne Kontinuität, ohne Halt, als immer andere Person.
Oswalth Kerzenrauch überlebt den 3. Weltkrieg und die Zerstörung der Natur.
Als die letzten Menschen die Erde verlassen, bleibt er allein zurück in den Ruinen Berlins.
Ein eindringlicher Roman über Verlust, Liebe, den Untergang der Welt – und die Frage, was bleiben wird.
»Alles soll sehr weiß sein« porträtiert Frauen dreier Generationen in ihrem Alltag zwischen 1930 und 1990. Gesellschaftliche Prägungen, persönliche Haltungen der Familie und die Frage, wie die Frauen vor, während und nach dem Krieg lebten und arbeiteten, stehen im Mittelpunkt des Romans.
Thomas A. Herrig erzählt seine wahre Geschichte voller Rückschläge, Durchbrüche, Begegnungen mit Literaturgrößen, einer Reise durch Medien, Theater, Universitäten und mit einer nie ganz greifbaren Berufung. Dieses Buch ist eine Einladung, wieder an Träume zu glauben und den Mut zu haben, loszugehen. Es ist ein literarisches Abenteuer.
Was bleibt, wenn ein Missbrauchsfall niemals aufgedeckt und die Wahrheit zur Version wird?
Eine junge Frau stößt viele Jahre nach den Anschuldigungen gegen einen Lehrer wieder auf ihre Aufzeichnungen aus der Schulzeit. Doch hellen sie die Vergangenheit so auf, wie sie es sich gewünscht hat?
Ein Gesellschaftsroman im Takt der Social-Media-Generation: über Selbstdarstellung, Erfolg und Erschöpfung im Zeitalter der permanenten Öffentlichkeit. Zwischen DJ-Pult in Versailles und Luxushotels auf Mykonos ist Partypeople ein sprachmächtiges Feuerwerk voller Provokation und Glamour.
„Zellulose“ erzählt von einer Zeit des radikalen Wandels, in der alte Gewissheiten zerrieben werden, neue Verheißungen verrauchen und die Treuhand über Schicksale entscheidet. Ein poetischer Roman über eine deutsch-deutsche Liebe – und ein Porträt einer zutiefst erschütterten Generation.
Stefan Kutzenberger erzählt die Geschichte einer unerkannten Liebe zwischen zwei Menschen, die erst im Angesicht des Todes begreifen, wie eng sie einander verbunden sind.
In einem von Rechtspopulismus und Überwachung geprägten Deutschland kämpft ein kleines Widerstandsnetzwerk gegen einen KI-gesteuerten Polizeiapparat und entdeckt dabei, dass die wahre Macht nicht in der Reaktion auf Unrecht, sondern im proaktiven Kampf gegen dessen Ursachen liegt.
In einem dichten Gebilde zwischen lyrischer Reflexion und prosaischem Erleben erzählt Willkommen im Bauch der Maschine rauschhaft und schillernd vom paranoiden Leben in einer technokratischen Wirklichkeit – und vom Versuch, einen Ausweg zu finden.
Rotpunktverlag
Romana Ganzoni, Samuel Herzog, Lis Künzli, Karin Rey
Die neue Verlagsleiterin und ihr kleines Team haben nicht viel Zeit, um das große Jubiläum vorzubereiten. Doch die Erfolgsautorin, auf deren Roman alle warten, korrespondiert lieber mit ihrer Übersetzerfreundin, während ein Wanderbuchlektor rätselhafte Postkarten aus aller Welt an den Verlag schickt.
„Palastplatte“ ist ein intensiver, kluger und zutiefst berührender Roman über die Liebe und die Geister, die niemand ruft und die einen trotzdem begleiten.
Was passiert im Kopf einer Demenzkranken? Was geschieht mit ihren Gefühle? Wohin verschwinden Erinnerungen und Sprache? Eine Tochter sucht nach Antworten auf diese Fragen. Mal einfühlsam, mal kritisch reflektiert sie die persönlichen, familiären und gesellschaftlichen Konsequenzen der Krankheit.
Der Roman erzählt die Geschichte eines Rechtsanwalts, der eine Anstellung bei einem Gaming-Start-up antritt. Schleichend entwickelt sich ein Thriller von Täuschung und Betrug. Besonders markant ist die Spiegelung von Spielmechanik und Erzählstruktur: abrupte „Belohnungsmomente“ im Text reflektieren das Prinzip der Lootbox selbst.
Kann ein junger Mensch alt sein wollen? Eleonora hat diesen Wunsch. Sie sucht die Nähe alter Menschen, lauscht ihren Geschichten und erzählt selbst, um verlorene Erinnerungen zu wecken. Ein sanfter Roman, der tief in die Psyche blickt und Fragen zu Altern, Gesundheit und Identität behandelt.
Marina Schwabe ist ein leiser und kraftvoller Roman gelungen, der tief berührt. Sie erzählt vom Mut zweier Geschwister, die sich in einer ausweglosen Situation eine Freiheit erschaffen, die beide nie für möglich gehalten hätten.
Zwei Frauen, zwei Generationen, und eine tiefe Freundschaft, die über die Jahre hin stetig wächst. Manuela Fuelle erzählt in ihrem dritten Roman die Geschichte einer besonderen Beziehung zwischen sehr unterschiedlichen Frauen. Sie erzählt vom Abschied her, von Sterben und Tod und dem Nachdenken über unser Dasein.
Mittelberge erzählt in poetischer Prosa die Geschichte von Sophie, deren Kindheit geprägt ist von Armut und der Nähe zur Natur in einem oberfränkischen Dorf der 1930er Jahre, wo jeder jeden kennt. Kerstin Specht zeichnet mit Sprachwitz und hintergründigem Humor das Panorama einer wundersamen Welt.
„Tausend Fenster“ erzählt die bewegende Geschichte einer Liebe im Schatten politischer Umbrüche. Aus den Perspektiven des Journalisten Pavel Horak und seiner Frau Jana, führt der Roman zurück in die Zeit des Prager Frühlings und dessen gewaltsames Ende – und zeigt den Einfluss von politischen Entscheidungen auf persönliche Schicksale.
Abels Roman stellt einen Parcours durch die europäische Ideengeschichte dar. Durch den Dialog der Romanfiguren enthüllt sich die performative Natur des Lebens, in der die Grenzen zwischen Realität und Inszenierung im „teatro mundi“ verschwimmen. Die Reflexion über Kunst, Philosophie, Politik machen den Roman zu einer lohnenden Lektüre.
Verlassen und verletzt wird Dinah zur Bärin – aus Wut, aus Schmerz, aus Trotz. In dickem Plüsch betreibt sie Schattenboxen, Raubtierforschung, beschäftigt sich mit Problembären. Sie will ihren Ex zurück, sie will ihn nie wieder sehen. Ein schonungsloser Roman über weibliche Wut, Freundinnenschaft und die wilde Kraft, sich selbst nicht aufzugeben.
»Der Sommer, der uns blieb« ist ein bewegender Roman über Freundschaft, Liebe und die Kraft der Erinnerungen. Eine Geschichte, die zeigt, wie sehr uns vergangene Entscheidungen prägen – und dass es manchmal Mut braucht, sich dem eigenen Leben noch einmal neu zu stellen.
In einer temporeichen, süchtig machenden Sprache erzählt Marc Degens vom Siegeszug der Graphic Novels und von den Höhen und Tiefen der DIY-Kunst. »Verführung der Unschuldigen« ist eine überaus menschliche Komödie über den Rausch des Möglichen, die Fallstricke unabhängigen Verlegens und den schmalen Grat zwischen Plagiat und Hommage.
Angelina Maccarones Romandebüt beeindruckt mit seiner leichten und klaren Erzählstimme und dem lakonischen Humor ihrer krisengeschüttelten Heldin Giuseppina, die sich einem Familiengeheimnis stellt und zugleich Einblicke in die vermeintlich so glamouröse Filmwelt gewährt.
In ihrem Debütroman über Verrat, Flucht und ein Leben mit falscher Identität jongliert Katrin Wegner virtuos mit verschiedenen Zeitebenen und Erzählstimmen.
Als Gerichtsmedizinerin Susanne Knecht mehrere Leichenfunde in Neuwien untersucht, stößt sie auf ein Jahrzehnte altes Verbrechen – und auf dunkle Geheimnisse in ihrer eigenen Familie. Ein Roman über koloniale Verbrechen und kollektives Schweigen, dessen alternative Vergangenheit von unserer Gegenwart erzählt.
Zwischen dem Novosibirsk der 1960er Jahre und dem Fürstenfeldbruck einer nahen Gegenwart folgt Alisha Gamisch in ihrem Debütroman den Lebenswegen dreier russlanddeutscher Frauen. Sie erzählt von Ausgrenzung und Anpassung, von Ausbeutung und Emanzipation, von Sexualität und Abtreibung.
Paul Bergmann war einer jener Schüler, an die sich kaum jemand erinnert. Kindheits- und Jugendjahre verbrachte er in München, seinen Zivildienst leistete er in Dachau, wo er dem KZ-Überlebenden Max Mannheimer begegnete. Seine Arbeit als Dozent des Goethe-Instituts führte ihn für mehrere Jahre ins Ausland, nach Prag, New York und Sydney.
Wie möchte ich leben? Was erfüllt mich? Ist ein erfülltes Leben überhaupt möglich angesichts der Krisen, in denen sich die Welt befindet? Möchte ich ein Kind?
5.12.2025 FREITAG | 19:00 Uhr | Veranstaltung zu der Charlotte-ZANDER-Ausstellung mit Tochter und Nachlassverwalterin Susanne Zander (Ex-Galeristin Köln)
Susanne Zander im Gespräch mit Michael Krajewski (in Kooperation mit dem Förderverein Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e.V.)
EINTRITT frei
Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V. ZADIK.
Im MediaPark 7 50670 Köln 0221-20 19 871 | 0221-20 19 869 |
zadik-info AETT uni-koeln.de
Seit 2001 ist das ZADIK in Köln ansässig, seit 2007 im Haus der SK Stiftung Kultur im Kölner Mediapark. Die Ausstellung im ZADIK beleuchtet die Lebensstationen der Sammlerin, Galeristin und Museumgründerin. Wie gestaltete Charlotte Zander die verschiedenen Rollen aus, die sie im Laufe ihres Lebens einnahm? Wie ging sie vor, um den von ihr geschätzten künstlerischen Positionen Sichtbarkeit zu verschaffen? Wie funktionierte ihr Netzwerk mit Künstler:innen und weiteren Akteur:innen des Kunstbetriebs? Welche gemeinsamen Projekte, Austauschbeziehungen und Diskurse gab es? Die Ausstellung regt auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen, häufig stigmatisierenden Begrifflichkeiten an. Und sie zeigt, wie die Sammlung Zander ihr Erbe in die Zukunft trägt.
ZADIK: ÖFFNUNGSZEITEN | Montag – Freitag | 10 – 16 Uhr und nach Vereinbarung | Feiertags geschlossen. EINTRITT zur AUSSTELLUNG frei (natürlich auch zu den Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung).
Direkt-Link zu OPEN STREET MAP, Adresse: Im Mediapark 7, Köln
Tagebuch einer Schiffsreise mit dem Norddeutschen Lloyd von Genua bis nach China und Japan 1913
___Reisetagbuch von 1913___
Krefelder Witwe schreibt über eine frühe Art von Kreuzfahrt auf dem Reichspostdampfer „Prinz Ludwig“
Tagebuch einer Schiffsreise 1913 mit dem Norddeutschen Lloyd auf dem Dampfschiff (Reichspostdampfer, kurz RPD, kurz auch R.-D., Passagierschiff und zugleich irgendwie auch eine Art von einem damaligen Kreuzfahrtschiff) „Prinz Ludwig“ bis nach China und Japan, via Genua, Neapel, Mittelmeer, Port Said, Suez, Suez-Kanal, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Shanghai, Tsingtau, Kobe/Hiogo, Yokohama, von dort per Landweg z. B. nach Tokio, Myanoshita, Ojigoku, Atami, Kamakura, Nikko, Kyoto, Nara, Kobe, wieder Tsingtau, Tsinanfu, Tientsin, Peking, (von) dort (ausgehend) Himmelstempel, große Mauer, Trommelturm, Gelber Tempel, Sommerpalast, und, und, und … Minggräber, wieder Tientsin, Schiff, und wieder nach Tsingtau, usw. usf. … usw. usf. Es folgten also auch noch etliche Reiseteile im Land, sowohl in Japan als auch in China. Mit dem Zug und auch über die Berge getragen auf Sänften bzw. Tragesesseln. Zusätzlich gab es Ausflüge an den Schiffs-Anlande-Orten der Linienfahrt des Schiffes „Prinz Ludwig“.
Direkt-Link zur Web-Page-Site bei KUUUK für dieses Tagebuch einer Schiffsreise 1913.
ISBN 978-3-96290-044-1
Es waren Mutter (57) und Tochter (25), die sich im April 1913 von Krefeld aus in die große Ferne aufmachten. Wir verfolgen in diesem Reisetagebuch klassische Stationen einer Schiffsreise wie Genua, Neapel, Port Said, Suezkanal, Suez, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Schanghai, Kobe, Yokohama. Wir lernen vieles über den Schiffsalltag, Seekrankheit, Stürme, Hitze, Bordspiele, Kontakte, Titanic-Untergangs-Ängste, Nebelhörner, ja, auch Langeweile.
Dazu die vielen Exkursionen in für die zwei Frauen oft sehr exotischen Orte. Die de facto gemischte Passagier-Ziel-Fahrt und Kreuzfahrt auf dem NDL-Schiff und Reichs-Post-Dampfer „Prinz Ludwig“ führte die zwei Frauen auch nach Tsingtau (heute Qingdao) in China – damals eine besondere Art von deutscher Kolonie, wo die andere Jans-Tochter, Ida, mit ihrem Ehemann Karl Ebers (er betrieb eine Albumin-Fabrik) und zwei Kindern lebte. In Yokohama, Endstation, wird das Dampfschiff der Hinreise dann aber endgültig verlassen. Es folgt nach den Japan-Erkundungen später auch noch eine Zugfahrt der zwei Frauen bis nach Peking. Das Tagebuch-Ende ist Anfang Juli 1913. Die vorliegende Version ist die erste Veröffentlichung dieses im Nachlass aufgetauchten Tagebuches. Das Werk wurde intensiv befragt, dezent korrigiert, kommentiert und mit etlichen Querverweisen und Zusatzangaben versehen. Die beschreibenden Orts- und Personenverzeichnisse kommen hinzu. Ein ausführliches Nachwort des Herausgebers bietet weitere Informationen.
Direkt-Link zur WordPress-Page-Site bei KUUUK für dieses Reisetagebuch vom Schiff (und Landgängen) von 1913 (bis China und Japan)
Franziska Jans, geboren am 1.6.1855, als Franzisca Henrietta Bermbach, im Haus Sachsenhausen 23, in Köln – als Franzisca mit c laut Eintrag Geburtsurkunde. Gestorben 1926 in Krefeld, aber als Franziska mit k, zumindest laut Eintrag Sterbeurkunde. – Ihr Onkel war ein Mitglied der Paulskirchenversammlung gewesen, kam in Haft und hatte bei dem „Kölner Kommunistenprozess“ 1852 eine Mittlerrolle zu Marx gehabt: Adolph Bermbach. Dieser Bermbach war zuletzt Liberaler und wirkte neben der Politik als Rechtsanwalt und Notar in Köln. – Durch Hochzeit gelangte seine Nichte Franziska nach Krefeld, ebenso wie deren Schwester Agathe, die den Kaufmann und Fabrikanten Julius Stockhausen heiratete. Es kamen noch zwei weitere Bermbach-Brüder, ein Josef und noch ein weiterer Adolph Bermbach. Letzterer agierte in Krefeld als Kaufmann, heiratete dort. Josef war hingegen mehr dem Thema Bau, Architektur und Baustoffe zugewandt. Vier mal Bermbach-Geschwister (von 12 Geschwistern insgesamt!), alle haben sich von Köln nach Krefeld verändert, aber nur Franziska berichtet von China und Japan. Sie war dorthin gereist.
Aber die Zeiten sind voller Unruhe, viele Menschen versinken in Hass. Wir können uns diese „reale“ Wirklichkeit nicht verzuckern. Aber Jammern macht die Welt auch kaum besser. Was tun?
Wuppertal Literatur in der Stadt
FLANIERFESTIVAL UND STREAM
10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Flanierfestival „Literatur in der Stadt“
Das Wuppertaler Literaturleben präsentiert sich in allen seinen Facetten am 26. September 2021 von 10 Uhr bis 15 Uhr auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal Elberfeld im Rahmen eines Flanierfestivals mit Lesungen, Schreibwerkstätten, Infoständen, und dabei bietet es die Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen mit Autorinnen und Autoren, Vertreterinnen und Vertretern von Verlagen, Buchhandlungen, Kultureinrichtungen und zu vielem mehr.
Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam vom Literaturhaus Wuppertal, der Stadtbibliothek, dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid und der Bergischen Volkshochschule.
Gefördert durch SOMMA‘, Wuppertaler Kulturfestival 2021
26.9.2021, Sonntag
Unter anderem mit DIETER JANDT, BRUNO ARICH GERZ & FALK ANDREAS FUNKE, (CAROLINE KEUFEN & OLAF REITZ) & REINHARD CLEMENT, GÜNTER WÜLFRATH, CARSTEN KOCH, GUDRUN TOSSING, CHRISTIANE GIBIEC & DIRK WALBRECKER, JASMIN SCHAUDINN, CAROLIN GIERTZ, STEFANIE HOHN & JUDITH BOLZ, WOLF VON WEDEL, WILLI WECHSELBERGER & MATTHIAS DOHMEN, ARMIN TOFAHRN, JACQUELINE DROULLIER & TANJA HEINZE, SIGUNE SCHNABEL & MARLIES BLAUTH, SIBYL QUINKE, RUTH VELSER, ANDREAS STEFFENS, ULRICH LAND, MONIKA BILSTEIN, THOMAS HELBIG, DEBORAH INHANLI, KERSTIN HARDENBURG,
GESA JÜRGENSEN & MICHAEL KOZINOWSKI, JOST BAUM, DAVID J. BECHER
Laurentiusplatz, Luisenviertel, an der Basilika St. Laurentius, Wuppertal
ZUSÄTZLICH: DEN STREAM LIVE ERLEBEN SIE AM 26/09/21
AB 10.00 UHR UND DANACH DAUERHAFT
ZUM ABRUF ON DEMAND AUF DER SEITE
STREAM.LITERATURHAUS-WUPPERTAL.DE
Vor siebenhundert Jahren, im September 1321, starb der italienische Dichter Dante Alighieri – im Exil. Aus seiner Heimatstadt Florenz verbannt, blieb ihm, wie so vielen Dichtern vor und nach ihm, zum Sterben nur die Fremde. Dante war mehr als ein Dichter. Er musste erst einmal die Sprache erschaffen, in der er, und alle nachfolgenden italienischen Autor*innen, schreiben konnten. Mit seinem opus magnum, DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE, hat er das Buch geschrieben, das der italienischen Sprache den Weg in die Zukunft geebnet hat.
Die Historikerin und Italianistin Susanne Krebs zeichnet die Bedeutung Dantes für die Kultur seines Landes bis heute nach.
Der eindrücklichen Nachwirkung Dantes auf die englische Kultur, vor allem im 19.Jahrhundert durch seinen Verehrer Dante Gabriel Rossetti, widmet sich Gudrun Tossing.
In seinem Text “Von Dante bis Hofmannsthal“ behandelt Andreas Steffens die Bedeutung Dantes für die Entwicklung einer „Nationalliteratur“.
Unter dem Titel “Dantes Kinder” liest der Von der Heydt-Preisträger Michael Zeller drei kurze Prosatücke, die seine lebenslange Beschäftigung mit dem deutschen Sehnsuchtsland Italien zeigen.
Moderierend durch den Abend führt Jost Baum.
18.11.2021 DONNERSTAG
19:30 Uhr
Dante, Dantissimo!
Wuppertaler Autor*innen feiern den italienischen Dichterfürsten Dante Alighieri
Es lesen eigene Texte zu Dante (und Italien): Susanne Krebs, Gudrun Tossing, Andreas Steffens, Michael Zeller.
Moderation: Jost Baum.
Eine Veranstaltung des VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Wuppertal.
Literaturhaus Wuppertal e.V.
Friedrich-Engels-Allee 83
42285 Wuppertal
[Im Haus daneben, Fr.-Engels-Allee Nr. 85, befindet sich das NRW-Kultursekretariat]