Der Pascal-Kosig-Roman kommt Anfang März 2026: „Wenn ein Königreich zerfällt“.

Er ist Ende dreißig, Wahlberliner, und für das Geld in seinen Taschen und die Designerkleidung muss er nicht arbeiten. Das Leben könnte leicht sein. Wäre da nicht die Angst. Eine Angst vor Nähe, die seine 18-monatige Beziehung zum persönlichen Rekord in Sachen Intimität erhebt. Angst vor den Menschen im Allgemeinen, die jede Bahnfahrt zum potenziellen Nahtod­erlebnis geraten lässt. Dagegen führt er Drogen und Medikamente, Zynismus und unverbindlichen Sex ins Feld. Seine Umgebung hält er auf Distanz, mit klug-negativer Weltsicht, mit Abwertung. Die anderen – sie sind wahlweise nuttig oder heuchlerisch, zu meinungsintensiv oder stillos. Nach der Trennung von seiner Partnerin begibt er sich auf eine rastlose Tour durch die Republik, weg von ihr und der eigenen Existenz. Vordergründig, um Bekannte zu besuchen, rauscht er auf Tauchfahrt unterhalb des eigenen Bewusstseins an allen vorbei – unnahbar, hart im Urteil, selten nüchtern. Von einem, der auszog, sich selbst zu verlieren und die Verfolger zu verwirren. Und was ist eigentlich mit dem Wetter los?

WENN EIN KÖNIGREICH ZERFÄLLT

5.12.2025, 19:00 Uhr, Galeristin Susanne Zander spricht im ZADIK, Köln, zur Sammlung von Mutter Charlotte Zander

5.12.2025 FREITAG | 19:00 Uhr | Veranstaltung zu der Charlotte-ZANDER-Ausstellung mit Tochter und Nachlassverwalterin Susanne Zander (Ex-Galeristin Köln)

Susanne Zander im Gespräch mit Michael Krajewski (in Kooperation mit dem Förderverein Freunde der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln e.V.)

EINTRITT frei

Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.V. ZADIK.
Im MediaPark 7 50670 Köln 0221-20 19 871 | 0221-20 19 869 |
zadik-info AETT uni-koeln.de

Seit 2001 ist das ZADIK in Köln ansässig, seit 2007 im Haus der SK Stiftung Kultur im Kölner Mediapark. Die Ausstellung im ZADIK beleuchtet die Lebensstationen der Sammlerin, Galeristin und Museumgründerin. Wie gestaltete Charlotte Zander die verschiedenen Rollen aus, die sie im Laufe ihres Lebens einnahm? Wie ging sie vor, um den von ihr geschätzten künstlerischen Positionen Sichtbarkeit zu verschaffen? Wie funktionierte ihr Netzwerk mit Künstler:innen und weiteren Akteur:innen des Kunstbetriebs? Welche gemeinsamen Projekte, Austauschbeziehungen und Diskurse gab es? Die Ausstellung regt auch zu einer kritischen Auseinandersetzung mit historischen, häufig stigmatisierenden Begrifflichkeiten an. Und sie zeigt, wie die Sammlung Zander ihr Erbe in die Zukunft trägt.

ZADIK: ÖFFNUNGSZEITEN | Montag – Freitag | 10 – 16 Uhr und nach Vereinbarung | Feiertags geschlossen. EINTRITT zur AUSSTELLUNG frei (natürlich auch zu den Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung).

Direkt-Link zu OPEN STREET MAP, Adresse: Im Mediapark 7, Köln

Die Jahreslesung des VS, Regionalgruppe Bergisches Land = 26.11.2025, Wuppertal, Bibliothek

26. November 2025, Mittwoch, 19:00 Uhr

VS-Jahreslesung des Schriftstellerverbandes (Schriftstellerinnen und Schriftsteller) von der Regionalgruppe Bergisches Land

Mit Marina Jenkner, Jürgen Kasten, Matthias Rürup, Gudrun Tossing, Dorothea Renckhoff, Bärbel Klässner. Moderation: Sibyl Quinke.

Ort: Zentralbibliothek Wuppertal
HIER: im „Blauen Saal“
Kolpingstraße 8
42103 Wuppertal
Telefon: 0202-563-2373

Direkt-Link zu OPEN STREET MAP

Am 7.3.2025 kommt es endlich raus, das Schiffsreisetagebuch von 1913 (bis China und Japan)

Tagebuch einer Schiffsreise mit dem Norddeutschen Lloyd 1913

Franziska Jans geb. Bermbach

Tagebuch einer Schiffsreise mit dem Norddeutschen Lloyd von Genua bis nach China und Japan 1913

___Reisetagbuch von 1913___

Krefelder Witwe schreibt über eine frühe Art von Kreuzfahrt auf dem Reichspostdampfer „Prinz Ludwig“

Tagebuch einer Schiffsreise 1913 mit dem Norddeutschen Lloyd auf dem Dampfschiff (Reichspostdampfer, kurz RPD, kurz auch R.-D., Passagierschiff und zugleich irgendwie auch eine Art von einem damaligen Kreuzfahrtschiff) „Prinz Ludwig“ bis nach China und Japan, via Genua, Neapel, Mittelmeer, Port Said, Suez, Suez-Kanal, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Shanghai, Tsingtau, Kobe/Hiogo, Yokohama, von dort per Landweg z. B. nach Tokio, Myanoshita, Ojigoku, Atami, Kamakura, Nikko, Kyoto, Nara, Kobe, wieder Tsingtau, Tsinanfu, Tientsin, Peking, (von) dort (ausgehend) Himmelstempel, große Mauer, Trommelturm, Gelber Tempel, Sommerpalast, und, und, und … Minggräber, wieder Tientsin, Schiff, und wieder nach Tsingtau, usw. usf. … usw. usf. Es folgten also auch noch etliche Reiseteile im Land, sowohl in Japan als auch in China. Mit dem Zug und auch über die Berge getragen auf Sänften bzw. Tragesesseln. Zusätzlich gab es Ausflüge an den Schiffs-Anlande-Orten der Linienfahrt des Schiffes „Prinz Ludwig“.

Direkt-Link zur Web-Page-Site bei KUUUK für dieses Tagebuch einer Schiffsreise 1913.

ISBN 978-3-96290-044-1

Es waren Mutter (57) und Tochter (25), die sich im April 1913 von Krefeld aus in die große Ferne aufmachten. Wir verfolgen in diesem Reisetagebuch klassische Stationen einer Schiffsreise wie Genua, Neapel, Port Said, Suezkanal, Suez, Aden, Colombo, Penang, Singapur, Hongkong, Schanghai, Kobe, Yokohama. Wir lernen vieles über den Schiffsalltag, Seekrankheit, Stürme, Hitze, Bordspiele, Kontakte, Titanic-Untergangs-Ängste, Nebelhörner, ja, auch Langeweile.

Dazu die vielen Exkursionen in für die zwei Frauen oft sehr exotischen Orte. Die de facto gemischte Passagier-Ziel-Fahrt und Kreuzfahrt auf dem NDL-Schiff und Reichs-Post-Dampfer „Prinz Ludwig“ führte die zwei Frauen auch nach Tsingtau (heute Qingdao) in China – damals eine besondere Art von deutscher Kolonie, wo die andere Jans-Tochter, Ida, mit ihrem Ehemann Karl Ebers (er betrieb eine Albumin-Fabrik) und zwei Kindern lebte. In Yokohama, Endstation, wird das Dampfschiff der Hinreise dann aber endgültig verlassen. Es folgt nach den Japan-Erkundungen später auch noch eine Zugfahrt der zwei Frauen bis nach Peking. Das Tagebuch-Ende ist Anfang Juli 1913. Die vorliegende Version ist die erste Veröffentlichung dieses im Nachlass aufgetauchten Tagebuches. Das Werk wurde intensiv befragt, dezent korrigiert, kommentiert und mit etlichen Querverweisen und Zusatzangaben versehen. Die beschreibenden Orts- und Personenverzeichnisse kommen hinzu. Ein ausführliches Nachwort des Herausgebers bietet weitere Informationen.

Direkt-Link zur WordPress-Page-Site bei KUUUK für dieses Reisetagebuch vom Schiff (und Landgängen) von 1913 (bis China und Japan)

Franziska Jans, geboren am 1.6.1855, als Franzisca Henrietta Bermbach, im Haus Sachsenhausen 23, in Köln – als Franzisca mit c laut Eintrag Geburtsurkunde. Gestorben 1926 in Krefeld, aber als Franziska mit k, zumindest laut Eintrag Sterbeurkunde. – Ihr Onkel war ein Mitglied der Paulskirchenversammlung gewesen, kam in Haft und hatte bei dem „Kölner Kommunistenprozess“ 1852 eine Mittlerrolle zu Marx gehabt: Adolph Bermbach. Dieser Bermbach war zuletzt Liberaler und wirkte neben der Politik als Rechtsanwalt und Notar in Köln. – Durch Hochzeit gelangte seine Nichte Franziska nach Krefeld, ebenso wie deren Schwester Agathe, die den Kaufmann und Fabrikanten Julius Stockhausen heiratete. Es kamen noch zwei weitere Bermbach-Brüder, ein Josef und noch ein weiterer Adolph Bermbach. Letzterer agierte in Krefeld als Kaufmann, heiratete dort. Josef war hingegen mehr dem Thema Bau, Architektur und Baustoffe zugewandt. Vier mal Bermbach-Geschwister (von 12 Geschwistern insgesamt!), alle haben sich von Köln nach Krefeld verändert, aber nur Franziska berichtet von China und Japan. Sie war dorthin gereist.

WUPPERTAL Laurentiusplatz 10 bis 15 Uhr LITERATUR IN DER STADT Flanierfestival am 26.9.2021 SONNTAG

Wuppertal
Literatur in der Stadt
FLANIERFESTIVAL UND STREAM

10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Flanierfestival „Literatur in der Stadt“
Das Wuppertaler Literaturleben präsentiert sich in allen seinen Facetten am 26. September 2021 von 10 Uhr bis 15 Uhr auf dem Laurentiusplatz in Wuppertal Elberfeld im Rahmen eines Flanierfestivals mit Lesungen, Schreibwerkstätten, Infoständen, und dabei bietet es die Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen mit Autorinnen und Autoren, Vertreterinnen und Vertretern von Verlagen, Buchhandlungen, Kultureinrichtungen und zu vielem mehr.
Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam vom Literaturhaus Wuppertal, der Stadtbibliothek, dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid und der Bergischen Volkshochschule.
Gefördert durch SOMMA‘, Wuppertaler Kulturfestival 2021

26.9.2021, Sonntag

Unter anderem mit DIETER JANDT, BRUNO ARICH GERZ & FALK ANDREAS FUNKE, (CAROLINE KEUFEN & OLAF REITZ) & REINHARD CLEMENT, GÜNTER WÜLFRATH, CARSTEN KOCH, GUDRUN TOSSING, CHRISTIANE GIBIEC & DIRK WALBRECKER, JASMIN SCHAUDINN, CAROLIN GIERTZ, STEFANIE HOHN & JUDITH BOLZ, WOLF VON WEDEL, WILLI WECHSELBERGER & MATTHIAS DOHMEN, ARMIN TOFAHRN, JACQUELINE DROULLIER & TANJA HEINZE, SIGUNE SCHNABEL & MARLIES BLAUTH, SIBYL QUINKE, RUTH VELSER, ANDREAS STEFFENS, ULRICH LAND, MONIKA BILSTEIN, THOMAS HELBIG, DEBORAH INHANLI, KERSTIN HARDENBURG, GESA JÜRGENSEN & MICHAEL KOZINOWSKI, JOST BAUM, DAVID J. BECHER

Laurentiusplatz, Luisenviertel, an der Basilika St. Laurentius, Wuppertal

Direkt-Link zu OPEN STREET MAP |||

ZUSÄTZLICH: DEN STREAM LIVE ERLEBEN SIE AM 26/09/21 AB 10.00 UHR UND DANACH DAUERHAFT ZUM ABRUF ON DEMAND AUF DER SEITE STREAM.LITERATURHAUS-WUPPERTAL.DE

Dante-Lesung, Wuppertal, Literaturhaus, 18.11.2021

TEXT AUS DER ANKÜNDIGUNG:

Vor siebenhundert Jahren, im September 1321, starb der italienische Dichter Dante Alighieri – im Exil. Aus seiner Heimatstadt Florenz verbannt, blieb ihm, wie so vielen Dichtern vor und nach ihm, zum Sterben nur die Fremde. Dante war mehr als ein Dichter. Er musste erst einmal die Sprache erschaffen, in der er, und alle nachfolgenden italienischen Autor*innen, schreiben konnten. Mit seinem opus magnum, DIE GÖTTLICHE KOMÖDIE, hat er das Buch geschrieben, das der italienischen Sprache den Weg in die Zukunft geebnet hat.

Die Historikerin und Italianistin Susanne Krebs zeichnet die Bedeutung Dantes für die Kultur seines Landes bis heute nach.
Der eindrücklichen Nachwirkung Dantes auf die englische Kultur, vor allem im 19.Jahrhundert durch seinen Verehrer Dante Gabriel Rossetti, widmet sich Gudrun Tossing.
In seinem Text “Von Dante bis Hofmannsthal“ behandelt Andreas Steffens die Bedeutung Dantes für die Entwicklung einer „Nationalliteratur“.
Unter dem Titel “Dantes Kinder” liest der Von der Heydt-Preisträger Michael Zeller drei kurze Prosatücke, die seine lebenslange Beschäftigung mit dem deutschen Sehnsuchtsland Italien zeigen. Moderierend durch den Abend führt Jost Baum.

18.11.2021 DONNERSTAG

19:30 Uhr

Dante, Dantissimo!
Wuppertaler Autor*innen feiern den italienischen Dichterfürsten Dante Alighieri

Es lesen eigene Texte zu Dante (und Italien): Susanne Krebs, Gudrun Tossing, Andreas Steffens, Michael Zeller.
Moderation: Jost Baum.

Eine Veranstaltung des VS – Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Regionalgruppe Wuppertal.

Eintritt frei

DIREKT-LINK Literaturhaus

Literaturhaus Wuppertal e.V.
Friedrich-Engels-Allee 83
42285 Wuppertal
[Im Haus daneben, Fr.-Engels-Allee Nr. 85, befindet sich das NRW-Kultursekretariat]

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